Lebensfreude und viele Fragen dazu …

geschrieben von crav4del8 am 03. Februar 2001 12:55:12:

bin seit ca 5 Monaten selbst mit der Diagnose Malatschik beschäftigt und darüber hinaus schon länger auf der Suche nach Antworten auf die Fragen: wie ist das mit der Lebensfreude, wie kann man trotz solch „Schwierigkeiten“ noch oder wieder welche haben, und da denke ich mir, sicher gibt es hier den einen oder die andere SpezialistIn:
Sagen wir so: ich denke mal, mehr oder weniger geht es ja immer um Lebensfeude, vielleicht noch um die Frage, wieviel Nähe können wir zu anderen Menschen herstellen, uns wohlfühlen. Ist ja schon schwierig genug, aber mit einer solchen Diagnose, ungewisser Prognose, Einschränkungen, möglicherweise Schmerzen… da wird das ja wahrscheinlich auch nicht einfacher, selbst wenn man sich auf wesentlichere Dinge konzentrieren möchte… .

Wie geht ihr damit um, wie habt Ihr Eure Lebensfreude wiedergefunden, in Anbetracht der Tatsache, dass die Menschen um uns herum gesünder scheinen, vieles von dem, was uns bewegt, nicht nachvollziehen können oder wollen, wir aber damit zwangsläufig beschäftigt sind. Siche gibt es da „Naturtalente“ z.B. Rantamplan (diesindmeistnieonline), von dem ich hier schon länger nichts gelesen habe könnte dazugehören, und ich würde mich freuen, von Euch und Euren Erfahrungen zu hören.
Ich jedenfalls habe da durchaus so meine Schwierigkeiten und ich würde mich über Ratschläge, Vorschläge, aber auch Berichte über Rückschläge … (die gehören doch sicher auch dazu) sehr freuen.

crav4del8

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2 Antworten

  1. Jorge Luis Borges auf die Frage nach dem Wesentlichen im Leben:
    „Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, im nächsten Leben, würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen. Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich es gewesen bin, ich würde viel weniger Dinge ernst nehmen. Ich würde nicht so gesund leben. Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen. Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.
    Ich war einer dieser klugen Menschen, die jeden Moment ihres Lebens fruchtbar verbrachen; freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich es noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben. Falls Du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben; nur aus Augenblicken, vergiß nicht den jetztigen.
    Wenn ich noch einmal leben könnte würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den späten Herbst hinein barfuß gehen. Und ich würde mit Kindern spielen wenn ich das Leben noch vor mir hätte. Aber sehen Sie… ich bin 85 Jahre alt und weiß, dass ich bald sterben werde“.

  2. Geschrieben von crav4del8 am 04. August 2001 00:24:09:

    Man wird durch Erfahrung stets ärmer… niemals reicher, hat Milena Jesenska mal geschrieben… weil: hinterher, mit der Erfahrung, ist es nicht mehr so unbeschreiblich neu, aufregend, … wir werden älter, abgeklärter, ein ein Teil des unbeschreiblichen, unerhörten, unerlebten, unglaublichen Erleben kanns dann einfach nicht mehr geben.
    Oder doch, und wir können uns erinnern, und mitleben.
    Schön, so ein Leben.
    Vielleicht ists pubertär, „jugendlich“ so ein Verlieben… na und? Mehr Fehler…! 😉

    in dem Sinne
    viel Erleben
    crav4del8

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