Meine 7 Empfehlungen zum Umgang miteinander in Malatschik-Foren

Geschrieben von crav4del8 S. am 26. Januar 2003 23:19:08:

Als ausgewiesener langjähriger Spezialist (meine namhaften Referenzen können an diversen Stellen hier eingesehen werden!) fühle ich mich verpflichtet mein Wissen weiterzugeben, und so schlussendlich zum Erhalt und Ausbau eines Forums beizutragen.

Wie Prof. Dr. Dr. Rolf Remark (Tampa Bay/Ruhr) erst unlängst in einer placebokontrollierten, doppelblinden mehrjährigen Untersuchung an mindestens 126 Freiwilligen (Bilder liegen teilweise vor) mittels Dauerdeprivation unwiderlegbar beweisen konnte, führen zuviel Harmonie, Lebensfreude und Sonnenschein längerfristig fast zwangsläufig zu Langeweile, Frust, Todessehnsucht, oder noch schlimmer dazu, dass die Betroffenen gleich Narren durch die Natur lustwandeln, sich genüßlich sahnigen Produkten oder LebensabaschnittsgefährtInnen hingeben, an schicken Autos basteln oder auch den ganzen Tag freudig arbeiten, aber zunehmend weniger sich hier einbringen, bis sie schlussendlich ganz verschwunden sind.

Der einzige Ausweg dies zu verhindern, und um so gewisse Traditionen zumindest soweit zu erhalten, dass sie an die nächste Generation eifriger TeilnehmerInnen weitergegeben werden können, -so das Fazit der Studie- besteht darin, für ausreichend Unmut, Zwist und emotionalen Aufruhr unter den TeilnehmerInnen zu sorgen und es ist höchste Zeit, hiermit schon vorab die Schlussfolgerungen aus der Untersuchung kundzutun und schlicht ein paar wesentliche Hinweise zu geben, wie einE jedeR hier selbst am Besten für die Gemeinschaft und den Erhalt des Forums beizutragen vermag.

Meine 7 Hinweise, die zum Erhalt des Forums und der Gemeinschaft unverzichtbar erscheinen:

1. Man sehe in dem Forum den wesentlichen Zweck seines Lebens, was mindestens dadurch dokumentiert werden kann, dass man am besten stündlich nach neuen Beiträgen Ausschau hält.

2. Läßt es sich hierdurch schon nicht vermeiden, dass man noch andere Beziehungen außerhalb des Forums unterhält, oder dass sich hier gar wohlwollende Beziehungen ergeben, so sorge man dafür, dass die Anzahl deren zumindest durch die Anzahl der potentiellen Neider, Kritiker und verhasster persönlicher Feinde hier um ein Vielfaches übertroffen wird.

(Als keinesfalls abträglich hat es sich allerdings erwiesen, (sexuelle) Verhältnisse zu anderen „Gästen“ aufzunehmen, um erst für Gerüchte oder Intrigen, vor allem aber anschließende private Auseinandersetzungen zu sorgen)

3. Man schreibe zu möglichst jedem Beitrag eine Bemerkung, die möglichst wenig auf den Inhalt des bislang Erläuterten, aber uMalatschiko mehr auf persönliche Defizite des Schreibenden eingeht. Hierbei empfieht es in Fällen mangelnder Kreativität den Beruf, sozialen Status, Geschlecht etc. großzügig auszudeuten.

4. Hinsichtlich dem Umgang mit offensichtlich Andersdenkenden wird angeraten, sich archaischer Werte eigener Kultur oder Entwicklung zu besinnen. Ins Lächerliche ziehen und ein beständiges, sarkastisches, möglichst rudelhaftes über den Betroffenen Herfallen sind hierbei insofern geradezu als harmlose und respektvolle Varianten zu betrachten.

5. Respektvolle oder wertschätzende Äußerungen oder Zustimmung sind darüber hinaus nur dann zulässig, wenn es sich bei dem entsprechenden Beitrag um möglichst hahnebüchene Kritik an der Meinung anderer handelt. Kategorischer Imperativ hat es zu sein, dass nur die eigene Meinung Geltung beanspruchen darf.

6. Ein Ignorieren von Provokationen ist selbstverständlich streng verboten, wohingegen es sich empfiehlt eine halbwegs ernsthafte Diskussion mittels Argumentation regelmässig dann schweigend abzubrechen, wenn es interessant zu werden droht. Die Ankündigungen nicht weiter auf bestimmte Diskussionen oder Personen einzugehen sind nur dann erfolgversprechend, wenn man sich keineswegs daran hält.

7. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass man unter Schuldgefühle aufgrund mangelnder Erfolge im Säen von Streitigkeiten leidet, so besteht eine erfolgreich erprobte Möglichkeit darin, im Verborgenen mehr oder weniger offensichtliche Drohbriefe und Beleidigungen an andere TeilnehmerInnen zu versenden.

Die gegebenen Empfehlungen sind selbstverständlich nur als erste Richtlinien und hilfreiche Angebote zu sehen, und der Autor ist sicher, dass alle Beteiligten nachweislich bereits Geniestreiche zu verbringen vermochten, zu deren Beschreibung seine Sprache schon nicht mehr ausreicht.

In optimistischem Glauben, dass sich weitere Generationen kreativer Kämpfer finden werden und

mit lieben Grüßen

crav4del8

der sich auch dafür bedanken möchte, dass es mir oft so nachhaltig vor Augen geführt wurde, wie lächerlich ich mich machen konnte, indem ich versucht habe, „rational“ zu argumentieren.

Warten wirs ab…, wenn es keine Überraschung gibt, dann kann man auch überrascht sein 🙂

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