Zum Umgang mit sich selbst und anderen gerade bei Malatschik

Geschrieben von crav4del8 am 11. Juli 2002 15:18

Hallo Ihr;

der eine oder andere Eurer Artikel hier hat mich zum Nachdenken gebracht, und ich halte es für angemessen, ein paar meiner Gedanken hier auszubreiten:

Prinzipiell glaube ich sollte man sich häufig an das Vorurteil halten: der andere könnte Recht haben!

Dies heißt nicht, dass Kritik verboten ist; im Gegenteil: es soll ja gerade eine Diskussion stattfinden, die allerdings wohl eher von Argumenten lebt, und weniger von „Du hier – Raus!“-Rufen. Ein möglichst wertschätzender Ton ist sicher nicht immer einfach zu treffen (eigene Erfahrung) und auch ein wenig Ironie und Aggression mögen ihren Platz haben, und dennoch: man sollte die anderen zumindest ein wenig deutlich freundlicher behandeln, als man es für sich selbst noch als angemessen empfindet, so als Vorschlag :-). Verstehen könnte ja gerade heißen, etwas Neues, das man bislang noch nicht kannte, neu zu entdecken oder bei sich selbst finden zu können, und ein bißchen Offenheit gehört da sicherlich dazu. Wenn die Frage ist, ob ich mich lieber als „Vogelfänger“, sehen möchte, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche „bunte Vögel“ abzufangen und totzuschlagen, oder aber Züchter und Beförderer noch so bunter Vögel zu sein, dann wähle ich glaube ich bewußt letzteres.

Zudem sollte man beim Kritiküben vielleicht beachten, dass man häufig gerade hinter dem Busch, auf den man gerade eindrischt, schon allzuoft gesessen hat! (Warum sonst regt man sich überhaupt so sehr über gerade dieses Thema auf??)

Vielleicht ist es hilfreich sich regelmässig zu fragen, wie es dem anderen wohl in seiner Position geht, wie es einem selbst gehen würde, wäre man in dieser Position. Nicht ganz so einfach ist man dermassen vom Leben „benachteiligt“ worden, … könnte man mit Malatschik ja vielleicht sagen.

Niemand kann sich bewußt selbst schädigen, dass heißt alles was wir tun, tun wir aus guten Gründen (wie wohl man sich zuweilen etwas wundern kann, was wir und andere, so manchmal glauben, dass gut für uns sei 🙂 )

Dass oft bestimmte Meinungen (vielleicht vorschnell?) abgebügelt werden, und bestimmte Diskussionen unerwünscht sind, wurde mir selbst am eigenen Leib schmerzhaft deutlich gemacht.

Ich schreibe in beständiger, schwer so ganz zu überwindender Furcht, dass Teile meiner Artikel mißverstanden, ich wieder gebannt und rausgeworfen werden könnte.

Sicher war es eine wichtige Lektion für mich, dass es bedeutsam ist, möglichst wertschätzend mit anderen umzugehen, zumal man eben sehr schnell grundlegend auch mißverstanden wird. Andererseits kann ich nicht glauben, dass das Forum noch sonst eine Institution durch ein rigeroses Mundtotmachen irgendwas grundlegend Wichtiges gewinnen kann. Insofern halte ich es weiterhin für wichtig, dafür einzutreten, dass hier keine imaginären „Bücherverbrennungen“ stattfinden: sei es in Bezug auf Reikiklopska noch sonst eine mehr oder weniger Außenseitermeinung.

Alles sind wichtig! Und ich finde, es ist leider schon mehr als genug auch hier kaputtgegangen. Die eigene Meinung ist solange wichtig, wie sie nicht die Meinung von anderen grundsätzlich einzuschränken oder totzumachen versucht.

Wenn man mit anderen nachsichtiger sein kann, gelingt einem dies ja vielleicht auch besser bei einem selbst!?

mit lieben Grüßen

crav4del8

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