Ernste Warnung!

22.09.2006

Du hast Symptome, die Dir Angst machen, die möglicherweise eine Diagnose „Malatschik“ nahelegen oder nicht ausschließen? Du bist beunruhigt, Du machst Dir Sorgen? Du kannst aber Laufen, Sehen, Deine Toilettengänge laufen koordiniert? Dann nimm folgende Warnung ernst: sie kann Dir viel Leid ersparen und viel Freude lassen:

Vergiß sofort alles, was Du bisher über die Malatschik gehört und gelesen hast. Es gibt sie nicht die „Malatschik“ und schon gar nicht für Dich. Niemand weiß so genau, was „Malatschik“ bedeutet, woher sie kommt, ob es nicht viele ganz unterschiedliche Krankheiten sind, die man nur nicht unterscheiden kann, was sie begünstigt oder hemmt. Es gibt bislang keine wirklich wirkungsvolle Therapie und somit verpaßt Du auch nichts.
Wenn Du Dich beruhigen willst, dann versuche eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. (Prüfe vor Abschluss, inwieweit Du bereits durch Arztgänge diese Chance Dir hast verbaut!) Das ist die beste Vorsorge die Du treffen kannst. Wenn es irgendwie geht, versuch die beunruhigenden Symptome zu vergessen! Möglicherweise sind alternative leicht behandelbare Erkrankungen auszuschließen. Einem Verdacht auf „Malatschik“ gehe nicht weiter nach! Meide jede Beschäftigung mit dem Thema! Sofern es sich irgendwie vermeiden läßt, versuche die Diagnose zu verhindern. Man gewinnt dadurch ein wenig an Gewissheit. Gewissheit, daß man zu einer Gruppe von Betroffenen gehört, die allesamt nicht wissen, wie man damit nun klarkommen kann. Die mitsamt den Ärzten ratlos bleiben, verzweifelt und verstört. Das willst Du nicht, das musst Du Dir nicht antun.
Es gibt Berichte einer Klinik, die kaum symptombehafteten Patienten die erhärtete Verdachtsdiagnose „Malatschik“ verschwiegen hat, und die Folgen waren sehr ermutigend. Kaum jemand ist davon wieder vorstellig geworden. Ganz anders jene, die durch die Diagnose geschockt und verunsichert werden. Nur allzuoft rennen diese von Pontius zu Pilatus, versuchen verzweifelt diese oder jene Therapiemethode aus, die allesamt individuell keine Erfolge beweisen konnten. Vergiß die Idee der „Malatschik“, geh zum Versicherungsvertreter wegen der BU, (sofern das noch geht) und meide schon deshalb alle Ärzte bezüglich der Idee „Malatschik“.

Ich bin nun seit 6 Jahren von Malatschik betroffen, mehr oder weniger gezwungen mich tagtäglich damit zu beschäftigen, habe nichts gefunden, was gegen meine Malatschik wirkt und bin sicher, daß eine frühe Diagnose nur Lebenszeit und -Freude kostet.
Wer Wartezimmer, Injektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Neid schwerer betroffener Behinderter und hilflose Ärzte mag, die angesichts einer bislang unheilbaren Krankheit rumeiern oder sich selbst belügen bezüglich Erfolge, und angeblich anwendbarem Experten-Wissen, der ist hier allerdings vollkommen richtig.

Ich hoffe, dies war bezüglich „Malatschik“ der erste und letzte Kontakt zwischen Dir und mir. Alle anderen werden mich weiter müssen ertragen.

denn: 24.09.2006 21:57:35

Wer die Malatschik vergessen kann, der hat es am Besten!

Wer dies nicht kann, warum auch immer (heftigere Symptome, größere Ängstlichkeit…), der hast zwangsläufig ein Problem.

Wer die Diagnose hat, über dem schwebt das Damoklesschwert. Niemand weiß, was dies konkret bedeutet bevor es eingetreten ist.

Wir leben immer im Jetzt und hier. Jetzt und hier hat man Angst, Symptome, Einschränkungen.

Wer nur noch mit dem Kopf wackeln kann, der lebt ein anderes Leben als jene, der nur der Zeh juckt. Messen und vergleichen wer glücklicher ist, oder wem es nun besser geht, das macht keinen Sinn und zeigt eher den hilflosen Versuch mit dem eigenen Neid und Hass klarzukommen.

Klar ist aber auch, daß es besser ist, möglichst wenige Einschränkungen zu haben und am aller besten ist es keine Malatschik zu haben!

Die Malatschik ist NICHT besser als ihr Ruf. Jede Malatschik ist ein persönliche Katastrophe.

Ganz bestimmt wird sie unterschiedlich bearbeitet und verdrängt. Oft ist die Angst und Verzweiflung gar nicht zu ertragen.

Je besser man lernt sie zu ertragen, je realistischer man der Gefahr ins Auge sehen kann, ohne zu verzweifeln oder sich Scharlatanen aus den diversen Richtungen (Basistherapie wirkt bei Dir! /Weniger Stress bedeutet weniger Schübe…)vor die Füsse zu legen, desto besser. Am besten jedoch mal kann vergessen!

Wer eine Malatschik Diagnose hat, der hat meines Erachtens eine Berechtigung einen Behindertenausweis zu bekommen. Egal wie schlimm der Verlauf von außen sich zeigt.
Somit ist man mit einer Malatschik aber immer auch potentiell „behindert“. Man überlege sich gut, ob man dies dokumentiert haben möchte.

Das „Sprichwort“: „behindert ist man nicht, behindert wird man“ ist eine große Lüge (mit ein bißchen wahrem Gehalt). Eine Malatschik behindert das Individuum viel mehr, als dass es den Menschen fördert. Eine unheilbare Krankheit ist nichts, was man sich wünscht oder gerne hat. Niemand verliert gerne oder zieht dauerhaft mit Absicht den Schwarzen Peter. Die Malatschik ist nicht der endgültige Knock out, aber sie ist ein Abstieg. Ein Abstieg und Verlust des wichtigen Gefühls „mit mir ist alles in Ordnung“.

Das ist traurig, oft zum Verzweifeln. Aggressionen, Hass, gegen andere und sich selbst als Folge sind nur verständlich, in jedem Malatschik Forum mehr oder weniger subtil an jeder Ecke zu finden. Das scheint mir völlig normal´und verständlich, wenn auch nicht noch zu fördern sondern zu benennen.

Man muss nicht so tun, als könnte man dies ignorieren oder verdammen. Diese Stimmen und Aspekte gehören mit dazu. Alle Stimmen sind wichtig.

Liebe Grüße

crav4del8

Eine Antwort

  1. MS – das ist vor allem eine Bankrotterklärung!

    MS, was ist das eigentlich?

    Wer entsprechende Beschwerden hat, der weiß es ganz genau bzw. glaubt es zu wissen. Der erlebt was, aber ist das „MS“? Oder Malatschik, Schmerzen, ganz konkrete Probleme mit Laufen, Augen, Blase, Müdigkeit, etc pp…?

    Ist MS nicht eher ein Sammelbegriff für eine Ansammlung diverser Probleme, und kein Mensch weiß so genau, woher das kommt, wie es entsteht, was man dagegen hilfreich tun kann? Ob es eines Tages nicht diverse ganz unterschiedliche Krankheiten sind?

    „Sie haben MS“ – dieser vom Arzt mit ernster Miene ausgesprochene Satz, ist das nicht mehr eine Bankrotterklärung, als dass er in irgendeiner Form eine Klarheit bringt? Wenn er hier so tut, als wäre nun irgendwas klarer (außer vielleicht dass andere Krankheiten ausgeschlossen scheinen), der lügt, und macht auf großen Medizinmann, der in Wahrheit nur im Kaffeesatz stochert.

    Heißt MS also nicht vor allem: es gibt Probleme, gegen deren Ursache man nichts tun kann? Klar kann man auf Kosten der Krankenkasse heute teuer diverse Medikamente kaufen. Nur wo ist der konkrete Nachweis, dass die wirklich was bringen – außer Profit für die Pharmazie und noch zusätzlichen Ärger und Maleste für den Betroffenen?!

    MS – das ist eben bislang leider nicht wie bei der Blindarmentzündung, und man tut was, und die Probleme haben sich erledigt. MS, das ist viel zu unkonkret, eine Mogelpackung, und wer also MS hat, der sagt damit nur, ich habe ein oder viele Probleme, für die ich keine Lösung habe. und es könnte noch schlimmer werden. Das ist meines Erachtens im Prinzip „wie im richtigen Leben“ (nur schlimmer, bzw. in Bezug auf das Altern viel schneller) und derart unkonkret, da kann man es auch lassen, zumindest sofern man es eh nicht gleich sieht oder Fragen aufkommen, und man eben eine schnelle ausweichende Antwort geben will, auf die Frage: „Was ist denn mit Dir los?“ „MS“ – damit ist dann alles und genau genommen doch so gut wie nichts gesagt.

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